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Das Kirchlein im Grünen in Alt Placht

Bildurheber: Frank Preuß

Um 1700 als Gutskapelle erbaut, ist sie ein Bau, der sich in seine Landschaft einfügt und sie beispielhaft verinnerlicht. Zusammen mit den umstehenden 500-jährigen Linden bildet sie ein Ensemble von besonderem Reiz, das eine Stimmung des Einsseins von Wachsen und Bauen vermittelt. So wird das Kirchlein zu einem sinnfälligen Zeichen für den Zusammenhalt von Natur, Religion und Kultur.

1899 wurde das einstige Rittergut aufgegeben. In das Gutshaus zog ein Forstamt ein. Später wurde die Kirche dem Verfall preisgegeben. Als sie dann einzustürzen drohte, wurde der Abriss empfohlen.
Dazu ist es aber nicht gekommen, nach der Wende 1989/90 konnte die Kirche wieder aufgebaut werden.

Bildurheber: Frank Preuß

Das war nicht immer so:
In jener Zeit, als Land und Leute noch Eigentum der Gutsherren waren, gehörte auch die Kirche dem Patron. In seinem Gebiet, welches er beherrschte, hatte er das Recht, den Pfarrer zu bestimmen. Seinen Untertanen machte er den Kirchgang zur Pflicht. Der Gutsherr erwartete vom Pfarrer, das Gesinde anzuhalten, der Obrigkeit untertan zu sein: denn so wurde es von Gott angeordnet.
Zu jener Zeit kam es in der Uckermark und in anderen Teilen des Landes Brandenburg zu ersten organisierten Bauernaufständen. Die meisten Bauern verhielten sich still, leisteten aber passiven Widerstand. 150 Jahre mussten ins Land gehen, bis die Knechtschaft der Erbuntertänigkeit ein Ende fand.

Viele kommen gern von nah und fern nach Alt Placht in die Uckermark, um das „Kirchlein Im Grünen“ aufzusuchen, um die Stille zu genießen und in Andacht zu verweilen.

In unregelmäßigen Abständen werden kleine, aber feine Konzerte veranstaltet.

Kontakt:
Pfarrer Kasner
Adresseintrag Kirchlein im Grünen
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